Anja.Gruener@lk-vr.de, Tel.: 03831 357 1932, 09.07.2021, 09:00 Uhr 

Sehr geehrte Frau Lemke-Breuel,

in der Familiensache o.g. Kinder betreffend beantragt der Landkreis Vorpommern-Rügen als ErgänzungspfIeger und im Rahmen des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 1666 BGB mit sofortiger Wirkung zu beschließen, dass der Vater der Kinder, Herr Frank Sonneborn, sich vorübergehend den Kindern weder nähern noch mit Ihnen Kontakt aufnehmen darf.

Hinsichtlich der Vorgeschichte und wird Bezug genommen auf die Gerichtsakte zum Verfahren 43 F 549/18 sowie Folgeverfahren zum Umgang.

Der Vater hat seit Erlass des Beschlusses vom 31.08.2020 (Entzug Aufenthaltsbestimmungsrecht etc.) nun bereits zweimal die Kinder entführt und ihnen damit jeweils ein wochenlanges Fluchtleben in prekären Lebensumständen zugemutet. Da Herr Sonneborn die Kinder auch bereits in der Vergangenheit erheblich vernachlässigt und sozial isoliert hat, sind die Kinder verängstigt, loyal gebunden, übernehmen Verantwortung für seine Wünsche. In einem enormen logistischen und pädagogischen Kraftakt konnten wir die Kinder am gestrigen Tag aus einer Stettiner Jugendschutzstelle abholen und in Einrichtungen der Jugendhilfe im Landkreis Vorpommern-Rügen unterbringen. Der aktuelle Aufenthalt der Kinder ist:

[…]

Es besteht jedoch große Sorge, dass Herr Sonneborn Kontakt zu seinen Kindern aufnimmt, möglicherweise auch schon hat und eine erneute Flucht geplant und umgesetzt wird. Auch ist zu befürchten, dass der Vater die Kinder dahingehend beeinflusst, dass sie sich nicht trauen, sich auf die neue Umgebung und die pädagogischen Bezugspersonen einzulassen, vielmehr von ihnen fordert zu opponieren.

Die Kinder brauchen jetzt dringend eine Chance durchzuatmen und eine Lebensperspektive zu entwickeln. Die Kinder können jedoch aktuell nicht geschützt werden, wenn dem Kindesvater nicht für eine gewisse Zeit, bis die Kinder sich seelisch und körperlich etwas erholen konnten, der Kontakt mit den Kindern untersagt wird.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

Anja Grüner
Fachgebietsleiterin
Sozialpädagogischer Dienst

Paulina Wilke
Ergänzungspflegerin

 


 Richterin am Amtsgericht Beatrice Lemcke-Breuel 09.07.2021 



Beschluss

In der Familiensache Sonneborn

wegen einstweiliger Anordnung Umgangsrecht

hat das Amtsgericht Stralsund, Zweigstelle Bergen auf Rügen durch die Richterin am Amtsgericht Lemcke-Breuel beschlossen:

1. Der Umgang des Kindesvaters Frank Sonneborn mit seinen Kindern […] wird ausgeschlossen.

2. Der Kindesvater hat sich den Kindern nicht zu nähern oder ein Zusammentreffen mit den Kindern herbeizuführen.

3. Gerichtskosten werden nicht erhoben. Die notwendigen Auslagen tragen die Beteiligten selbst.

Gründe:

Die Entscheidung beruht auf § 1666 BGB.

Den Kindeseltern wurde wegen Kindeswohlgefährdung das Aufenthaltsbestimmungsrecht sowie weitere Teile der elterlichen Sorge für die Kinder entzogen. Das Jugendamt des Landkreises Vorpommern-Rügen wurde zum Ergänzungspfleger bestellt. Die Kinder wurden fremduntergebracht.

Der Kindesvater hat die Kinder dem Jugendamt das zweite Mal entzogen.

Nunmehr wurden die Kinder gestern durch das Jugendamt aus einer Jugendschutzstelle in Polen abgeholt, nachdem der Kindesvater mit den Kindern aus der Noteinrichtung in Stralsund geflohen und unbekannten Aufenthalts gewesen ist.

Es ist davon auszugehen, dass der Kindesvater eine neue Flucht plant und umsetzt.

Eilmaßnahmen sind dringend zu ergreifen.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 81 FamFG.

Rechtsbehelfsbelehrung:

Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

 


 Anja.Gruener@lk-vr.de, Tel.: 03831 357 1932, 26.07.2021, 12:01 Uhr 



Sehr geehrte Damen und Herren,

In o.g. Familiensache beantrage ich, über die bereits beschlossenen Kontakt- und Umgangsverbote gegen den Kindesvater, Herrn Frank T. Sonneborn, hinausgehend, dass es dem Vater auf der Grundlage des § 1666 BGB untersagt wird, Anrufe der Kinder entgegenzunehmen oder auf Kontaktgesuche der Kinder persönlich, telefonisch oder über Medien jedweder Art zu reagieren, sowie sich in 18… D…, 18… L… oder 18… P…, aufzuhalten. Ihm ist aufzuerlegen, dass er sich unverzüglich auf mindestens 500 Meter zu entfernen hat, wenn es zu einem zufälligen oder durch eines der Kinder herbeigeführten Zusammentreffen kommt.

Ich beantrage desweiteren die Verhängung eines Ordnungsgeldes – ersatzweise Ordnungshaft – gegen Herrn Sonneborn, da er mit seiner persönlichen Kontaktaufnahme zu L… am 21.07.2021 im Eingangsbereich der Kreisverwaltung Bergen auf Rügen wissentlich gegen den Beschluss vom 09.07.2021 verstoßen hat.

Gründe: Mit Beschluss vom 09.07.2021 in der Familiensache o. g. Kinder betreffend wurde dem Kindesvater Herrn Frank T. Sonneborn auf der Grundlage des § 1666 BGB mit sofortiger Wirkung untersagt, sich den Kindern zu nähern oder ein Zusammentreffen mit den Kindern herbeizuführen.

Am Samstag, 10.07.2021, tauchte Herr Sonneborn in der Einrichtung von L… in D… auf und teilte der Bezugsbetreuerin Frau Ruckdeschel, die gerade mit L… für eine Besuchsfahrt zu T… verabredet war, mit, er werde jetzt L… mitnehmen und T… besuchen. Er wolle nicht, dass jemand anderer mit seinen Kindern Auto fahre, er würde denjenigen umbringen, wenn seinen Kindern etwas passieren sollte. Er baute sich vor der Sozialpädagogin auf in L…s Gegenwart und erklärte ihr wie falsch und rechtswidrig ihr Tun sei. Er verließ erst den Ort als die Frau Ruckdeschel die Polizei informiert hatte.

Am Donnerstag, 15.07.2021, erschien Herr Sonneborn am Mittag in der Einrichtung in L…, in der T… lebt, und forderte Umgang mit seinem Sohn. Er zeigt den Beschluss vom 19.04.2021 im Verfahren 43 F 132/21, wo ihm Umgang mit T… und L… jeweils Donnerstags 12 bis 18 Uhr und F… und P… jeweils Dienstags eingeräumt wurde. Er behauptete auch im folgenden Polizeieinsatz, der Beschluss vom 09.07.2021 zum Umgangs- und Kontaktausschluss sei ihm nicht bekanntgegeben worden: T… konnte von dem ganzen Auflauf durch die Erzieherin der Einrichtung halbwegs abgeschirmt werden. Herr Sonneborn verlies den Ort erst nach eindringlicher polizeilicher Ansprache und alt="Und wieder gelogen!">nachdem ihm durch die Sozialarbeiterin Köhler der Beschluss vom 09.07.2021 vorgezeigt wurde. L… hatte sich am gleichen Tag am Mittag ebenfalls aus der Einrichtung bis 17 Uhr abgemeldet. Da sie um 17 Uhr nicht zurückwar, wurde die polizeiliche Fahndung eingeleitet. Gegen 20 Uhr war sie dann in die Einrichtung zurückgekehrt ohne sich zu erklären.

Herr Sonneborn ersuchte auch am Dienstag, 20.07.2021, per E-Mail Umgang mit seinen Kindern T… und L… und berief sich auf den Beschluss vom 19.04.2021., angeblich liege ihm kein neuer Beschluss zum Umgangsausschluss vor. Er wurde daran erinnert, dass er am 15.07.2021 durch die Kollegin Köhler den Beschluss bereits vorgezeigt bekam und dass es im Übrigen unglaubwürdig sei, dass er selbst den Beschluss noch nicht erhalten hat, ihm wurde außerdem per E-Mail der Beschluss als pdf Datei zugesandt.

Ich hatte desweiteren Herrn Sonneborn schriftlich darüber informiert, dass in Kürze die Hilfeplanungen für seine Kinder anstehen und dass er dabei aus Sicherheitsgründen und aufgrund des Kontaktausschlusses nicht persönlich teilnehmen kann, dass er jedoch schriftlich zuarbeiten könne, was ihm dabei wichtig ist. Ich habe ihm bewusst keine Termine mitgeteilt. Am Mittwoch, 21.07.2021, war das Hilfeplangespräch für L… anberaumt. L… wurde der Termin am Dienstag mitgeteilt, was sie dann an ihren Vater weitergegeben haben muss. Am Mittwochvormittag versuche Herr Sonneborn per E-Mail zwingend zu erwirken, dass er am Hilfeplangespräch für L… teilnehmen müsse, zuletzt mit der Argumentation dass seiner Tochter ein Beistand ihres Vertrauens zustehe und dies weder die Bezugsbetreuerin noch die Kindesmutter sein könnten, weil diese nicht L…s Interessen vertreten würden. Ihm wurde mehrfach eindeutig mitgeteilt, dass seine Teilnahme am Gespräch nicht möglich ist. Trotzdem erschien er gemeinsam mit seiner Mutter M… S…… zum Gesprächstermin an der Kreisverwaltung und bewegte sich mit Ankunft L…s und L…s Bezugsbetreuerin Frau Ruckdeschel auf den Eingang der Kreisverwaltung zu. Frau Ruckdeschel hatte zuvor ein längeres Gespräch mit L… und der pädagogischen Leiterin des Trägers Frau Steinke, wo L… sehr konstruktiv und konkret und zugewandt wahrgenommen wurde. Sobald der Vater erschienen war, war sie wie verwandelt. Der Vater hatte ihr inzwischen erklärt, dass es ihr Recht sei, einen Beistand ihrer Wahl beim Hilfeplangespräch dabei zu haben. So ergab sich ein mehrminütiges lautstarkes verbales Ringen im Eingangsbereich der Kreisverwaltung insbesondere zwischen Herrn Sonneborn, L… und mir, da der Vater meine nun seit dem frühen Morgen inzwischen vielfach wiederholt formulierte Verneinung seiner Teilnahme nicht akzeptieren wollte und L… immer wieder einzureden versuchte, dass ihr hier Unrecht geschehe. Dann erfragte auch noch die Großmutter, ob sie stattdessen dieser Beistand sein könne. L… war hin und hergerissen, entschied sich jedoch dann für das Gespräch, verstehend, dass es mit Oma oder Vater nicht stattfinden kann. Sie konnte in der Folge nur noch begrenzt konstruktiv am Gespräch teilnehmen, verfiel immer wieder in das vom Vater angestachelte Konfrontationsverhalten und konnte auch kaum noch dazu stehen, dass sie wie von Frau Ruckdreschel geschildert – bereits teilweise gut in der Hilfe mitgearbeitet hatte. Inzwischen liegen mir sowohl Eilanträge des Vaters beim Verwaltungsgericht Greifswald auf Einsetzung als Beistand für seine Kinder bei deren Gesprächen mit dem Jugendamt wie auch eine schriftliche Erklärung der M… S… vor, dass sie als Beistand für die Kinder fungieren möchte bzw. würde, wenn die Kinder dies wollen und ihr Sohn durch uns weiterhin als Beistand abgelehnt würde.

Im Hauptsacheverfahren 43 F 549/18 hat der Vater zur Uneinigkeit mit der Kindesmutter zum Thema Masernschutzimpfung im Schriftsatz vom 14.07.2021 argumentiert, dass Eva Thomsen und er sich "bis zu deren Hirnwäsche durch das sozialpädagogische Team des Jugendamtes Bergen" immer einig gewesen seien, dass sie keine Masernimpfungen für die Kinder wollen. Diese Formulierung macht auf den Punkt gebracht Herrn Sonneborns Haltung deutlich und …s Dilemma, solange sie fortgesetzt Kontakt mit ihrem Vater hat. L… möchte natürlich nicht von ihrem Vater für "hirngewaschen" disqualifiziert werden, sie möchte als starkes, kämpferisches, für "die Familie" sich einsetzendes Mädchen vom Vater anerkannt werden. Jedwede konstruktive Mitarbeit L…s an der Jugendhilfemaßnahme würde durch den Vater entwertet.

Herr Sonneborn mißbraucht insbesondere L…, ihre Loyalität, ihren Familiensinn und ihr Verantwortungsgefühl für seine Interessen. Er sucht wo immer möglich – die demonstrative Konfrontation unter dem Deckmantel vermeintlicher Interessensvertretung für das Kind. Da er in den Letzten 15 Jahren die Kinder extrem isoliert hat und bis heute keine Beziehung der Kinder außerhalb der, die sie zu inm selbst haben, fördert, befinden die Kinder – insbesondere L… – sich in einer emotionalen Abhängigkeit, die sie selbst nicht erkennen und aus der sie sich ohne radikale Kontaktunterbrechung und intensive Hilfe durch Dritte nicht distanzieren können.

Der fortgesetzte Kontakt zum Vater ist, da L… diesen vermutlich selbst pflegt, mit pädagogischen Mitteln nicht zu verhindern daher ist meiner Auffassung nach erforderlich, die bereits beschlossenen Maßnahmen des Familiengerichts gegen den Vater noch einmal zu verschärfen.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen,

Im Auftrag

Anja Grüner

Fachgebietsleiterin

 


 

 Papa Frank 01.08.2021 



Aktenzeichen 43 F 275/21

Antrag auf Zurückweisung des Antrags Anja Grüners, ASD, vom 27.07.2021

des Herrn Frank Sonneborn

und der minderjährigen Kinder …

Antragsteller

gegen

Anja Grüner, Fachgebietsleiterin Sozialpädagogischer Dienst, Störtebeker Straße 30, 18528 Bergen auf Rügen, hilfsweise den Landkreis Vorpommern-Rügen, Fachdienst Rügen, Karl-Heydemann-Ring 67, 18437 Stralsund

Antragsgegnerin

Begründung:

Wie bereits in meinem Antrag vom 26.07.2021 ausgeführt, existiert ein Beschluß vom 09.07.2021, der eindeutig nicht besagt, daß meine Kinder keinen Kontakt mit mir haben dürfen. Die entsprechenden Weigerungen des Jugendamtes, der Ergänzungspflegerin und deren Erfüllungsgehilfen in der jeweiligen Einrichtung sind strafbewehrte Handlungen gemäß § 235 StGB, die mit Gefängnisstrafe bis zu zehn Jahre bestraft werden können.

Die Ergänzungspflegerin Wilke und das Jugendamt haben also bereits vor Antragstellung auf Kontaktverbot gegen den gültigen Umgangsbeschluß verstoßen, um willkürlich eigene Vorstellungen aufgrund persönlicher Annahmen zu verwirklichen, gegen die Grundrechte unserer Familie.

Erschwerend wirkt die Tatsache, daß der Antrag Frau Grüners und Frau Wilkes vom 09.07.2021 an das Familiengericht ebenso gleich mehrere Straftatbestände erfüllt und das Gericht damit nicht wahrheitsgemäß informiert, was einen Verstoß gegen § 138 Abs. 1 ZPO (Erklärungspflicht über Tatsachen; Wahrheitspflicht) darstellt.

Die beiden Damen schreiben dort: „[…] im Rahmen des Schutzauftrages bei Kindeswohigefährdung gemäß § 1666 BGB mit sofortiger Wirkung zu beschließen, dass der Vater der Kinder, Herr Frank Sonneborn, sich vorübergehend den Kindern weder nähern noch mit Ihnen Kontakt aufnehmen darf.“

Bis zum heutigen Tag, nach genau elf vollen Monaten, liegt kein Beweis für die von Gericht und Jugendamt behauptete Kindeswohlgefährdung durch uns Eltern vor. Auch die von Ihnen erfüllte, spätestens am 16.04.2021 durch Vorlage entsprechender Lichtbilder von mir bewiesene, Straftat der Rechtsbeugung ändert nichts an der Notwendigkeit, daß Behörde oder Gericht diesen Beweis führen müssen – nicht Eltern müssen ihre 'Unschluld' beweisen. Im Folgeabsatz des Antrags werden zum wiederholten Mal Verfahren vermischt und derartig in Bezug gesetzt, daß es sich so liest, als wäre das Verfahren 43 F 549/18 das Sorgerechtsverfahren 43 F 332/20.

Weiter erklären Frau Wilke und Frau Grüner:

„Der Vater hat seit Erlass des Beschlusses vom 31.08.2020 (Entzug Aufenthaltsbestimmungsrecht etc.) nun bereits zweimal die Kinder entführt und ihnen damit jeweils ein wochenlanges Fluchtleben in prekären Lebensumständen zugemutet. Da Herr Sonneborn die Kinder auch bereits in der Vergangenheit erheblich vernachlässigt und sozial isoliert hat, sind die Kinder verängstigt, loyal gebunden, übernehmen Verantwortung für seine Wünsche.“

Die obige Aussage beinhaltet Behauptungen, die die Straftatbestände gemäß §§ 186 (üble Nachrede) und 187 (Verleumdung) StGB erfüllt. Zusätzlich ist der Straftatbestand des Prozeßbetrugs gemäß § 263 StGB1 i. V. m. § 138 ZPO (Erklärungspflicht über Tatsachen; Wahrheitspflicht) erfüllt.

Lesen Sie in den diversen Gerichtsakten, wie gut alle Verfahrensbeteiligten jeweils den Zustand meiner Kinder vor der Fremdunterbringung beschrieben haben. Diese Informationen belegen, daß ich gemäß § 6 Abs. 3 GG weder als alleinerziehender Vater versagt habe, noch die Kinder zu verwahrlosen drohten. Familiengerichtliche Maßnahmen waren und sind auch schon deswegen nicht möglich und waren und sind daher rechtswidrig.

Es sind Gericht, Jugendamt als Ergänzungspfleger und Polizei, die seit dem 04.11.2020, neben weiteren mehr, Straftaten gemäß §§ 235 (Entziehung Minderjähriger) und 239 StGB (Freiheitsberaubung) begehen. Meine Kinder hatten während unserer kurzen Reise durch Polen die schönste Zeit seit langem, sie waren endlich mal wieder glücklich und frei, sich eigenständig zu entscheiden. Die Kinder erklärten mehrfach eindeutig, daß sie niemals wieder fremduntergebracht werden wollen.

Wir haben die erste Woche mit einer befreundeten Familie in den Masuren in einem neuen, komplett eingerichteten Mehrfamilienhaus verbracht und sind dann zum Campen nach Stettin gefahren.

Welcher Glaskugel will die Ergänzungspflegerin entnommen haben, daß meine Kinder in prekären Lebensumständen gelebt haben? Die Berichterattung Behaupterstattung aller Verfahrensbeteiligten unserer Gegenseite über Monate hinweg ist eine folgenreiche Frechheit sondergleichen. Ich überlege gerade scharf, ob in unseren Verfahren jemals jemand von der Gegenseite an entscheidungsrelevanten Stellen die Wahrheit kundgetan hat.

Mir fällt tatsächlich nur ein Ereignis ein: Frau Glawe hat dem OLG Rostock am 04.02.2021 in ihrer Stellungnahme in unserem Beschwerdeverfahren von einer festgestellten Kindeswohlgefährdung durch die Situation (der Trennung und Fremdunterbringung) geschrieben. Das OLG – und später das Familiengericht in Bergen unter Ihrem Vorsitz – waren wenig beeindruckt von den Schilderungen der Sozialpädagogin:

„Im letzten Fachgespräch mit dem Kindernotdienst am 29.01.2021 wurde deutlich, dass es zwischen den Geschwistern derzeit viele Konflikte gibt. P… zeigt regressives Verhalten, zudem weint und bockt sie oft. F… weint viel, er zieht sich zurück, gibt in Streitsituationen schnell nach und zeigte mehrfach Selbstverletzungstendenzen. Zwischen den Brüdern T… und F… gibt es massive Streitigkeiten, was vor allem F… zusätzlich belastet. T… und L… zeigen momentan eine psychisch und physisch auffallend große, fast symbiotisch wirkende Nähe.“ „Aus sozialpädagogischer Sicht liegt hier eine Kindeswohlgefährdung nach §1666 BGB vor, da das geistige und seelische Wohl der Kinder gefährdet ist. Ohne Intervention sind in der weitere Entwicklung schädigende Auswirkungen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten.“

Zwar ist die Darstellung stark abgemildert und nimmt in keiner Weise Stellung zum Umfang der Beeinträchtigungen, aber immerhin war dies die Anzeige einer Kindeswohlgefährdung, der in keiner Weise von OLG und AG abgeholfen wurde. Ich habe beiden Gerichten gegenüber erklärt, welche Veränderungen im Einzelnen aufgetreten sind.

Da diese Auffälligkeiten erst nach der Trennung der Kinder von mir als alleinerziehendem Vater entstanden sind, Frau Glawe hat dies am 08.12.2020 in ihrer früheren Stellungnahme an das Familiengericht eindeutig bestätigt, sind sie eindeutig und nachvollziehbar Folge der Fremdunterbringung:

„Der Kindernotdienst berichtet, anders als der Kindesvater es darstellt, dass die Geschwister sich seit der Zusammenführung emotional stabilisiert haben. Zudem zeigen sie keinerlei Verhaltensauffälligkeiten. Die Frustrationen bei T… und F… seien altersgerecht. P… nässt tagsüber ab und zu ein, dies geschehe jedoch wenn sie sich vertieft in einem Spiel befindet und stellt keine signifikante Verhaltensänderung dar. “

Gericht und Jugendamt haben, ihrem Auftrag entgegengesetzt, unseren Kindern massiv geschadet und tun es weiter. Dabei verletzten sie international festgeschriebene und anerkannte Menschenrechte, ignorieren Grundrechte unserer Familie, mißachten Teile des StGB, des BGB, des FamFG, der ZPO sowie SGB VIII und SGB X.

Angesichts der tatsächlichen Lebenssituation der Kinder sind die Inobhutnahme vom 09.07.2021 und folgenden jugendamtlichen, sog. „Hilfemaßnahmen“ nur unter Aussetzung der Grundrechte der Kinder und damit rechtswidrig erfolgt.

Die Kinder zeigen alle extreme gesundheitliche Auffälligkeiten durch die Fremdunterbringungen: F… ist autoagressiv, schlägt mit dem Kopf gegen Wände, er und P… kauen ihre Fingernägel bis zu Hälfte des Nagelbetts ab, alle vier Kinder sind extrem eingeschüchtert, unselbständiger geworden und trauen sich kaum, in der Fremdunterbringung eigene Entscheidungen zu treffen und eigene Wünsche zu äußern, da sie befürchten „daß sie dafür bestraft und erpreßt“, unter Druck gesetzt werden und der Umgang mit den Geschwistern und den Eltern von ihrem Wohlverhalten, ihrem „Artigsein“, abhängen (Aussagen der Kinder).

Nach bald vier Wochen der Trennung hatten L… und T… zwei persönliche Treffen miteinander – begleitet und jeweils über rund eine Stunde. Die beiden kleinen Kinder und L… bzw. T… hatten keinen persönlichen Kontakt zueinander. Zum Vergleich: In allen Jahren zuvor haben die vier Kinder immer zusammengelebt.

Allein daraus ergibt sich eine hohe psychische Belastung, die von den Beteiligten wissentlich inkaufgenommen wird und beabsichtigt aufrechterhalten, um die, wie sie schreiben, Entwicklung der älteren Kinder außerhalb der Herkunftsfamilie voranzutreiben.

Hier gerät durch die Verfahrensbeteiligten offensichtlich das Wohl der Kinder aus dem Fokus und soll durch die deren persönlichen Vorstellungen von Familienleben und Kindererziehung ersetzt wird.

Die Kinder werden durch Mitarbeiter des Jugendamtes (und u. a. der AWO-Betreuerin meiner ältesten Tochter Frau Ruckdeschel) genötigt, erpresst und manipuliert, um vom Jugendamt geplante, nicht an der Familie orientierte Maßnahmen auch gegen den erklärten Willen der Kinder und die Interessen der Familie durchsetzen zu können.

In Stettin gelang es Ergänzungspflegerin und Kindesmutter nicht ohne Weiteres, die Kinder zum Einsteigen in die Autos zu bewegen. Die Kinder wollten nicht zurückgeführt werden. Perfide die Tatsache, daß Frau Wilke, kurz zuvor in Polen noch Süßigkeiten, Spielzeug und Parfüm für die Kinder gekauft hat, um diese zur Aufgabe ihres eigenen Willens zu bewegen. Alle vier haben mit ihrer minutenlangen Weigerung, die Autos zu besteigen, eindeutig demonstriert, daß sie nicht zurück nach Deutschland wollen, sondern bei mir bleiben wollen.

Meine Kinder wurden unter Vortäuschung falscher Tatsachen genötigt und gezwungen, in die Autos einzusteigen, nämlich unter der Darstellung, nicht vonenander getrennt untergebracht zu werden. Dieses Versprechnen wurde gebrochen.

Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland am 08.07.2021 wird den Kindern ein Beistand nach § 13 Abs. 4 SGB X – verwehrt. Das Jugendamt verweigert den Kindern dieses Recht pauschal.

L… wird gegen ihren Willen zur Teilnahme ohne Beistand an Gesprächen genötigt, ihre Aussagen ins Lächerliche gezogen, eigene Vorschläge nicht gewürdigt und sie erpresst: „Wenn Du gut mitmachst und tust, was man dir sagt, darfst Du deine Geschwister sehen“, T…, meinem ältesten Sohn, wurde mitgeteilt, „daß sein Vater ins Gefängnis müßte“, wenn er mich trifft, u. v. m. Hier wird auf perfide Weise versucht, den völlig natürlichen Wunsch der Kinder und ihr oberstes Recht auf Erhalt der sozialen Bindungen zu unterdrücken, sie werden durch Jugendamt und Betreuer indoktriniert.

Man kann sich leicht vorstellen, wie die jüngeren Kinder unter Druck gesetzt, manipuliert und genötigt werden, wenn dies bereits bei meiner 15jährigen Tochter unter Zeugen und auch bei T… so offen stattfindet. Von Professionalität kann hier keine Rede sein! Solche Bedrohungen, Erpressungen und Manipulationen sind extreme psychische Gewalt an den Kindern, stellen Straftaten dar und erfüllen den Tatbestand der vorsätzlichen Gesundheitsschädigung der Kinder und damit der massiven Kindeswohlgefährdung. Die Kinder berichteten, daß Ausgang, W-LAN, Umgang, Beschäftigungen, Forderungen und Wünsche in der Fremdbetreuung stets willkürlich genehmigt oder versagt werden, wie es dem jeweiligen Betreuer gerade paßt.

Sie leiden unter diesen unhaltbaren Zuständen mit Demütigung, fehlender Sicherheit, Verläßlichkeit und Zuwendung massiv. Dementsprechend zeigt jedes der vier Kinder psychische Belastungssymptome.

Die generell voreingenommene und willkürliche Haltung des Jugendamtes gegen mich als Vater der Kinder zeigt sich in all dessen Handlungen.

So verweigern Ergänzungspflegerin und Jugendamt jetzt jeglichen Kontakt der Kinder zu mir und von Anbeginn an die Beteiligung an Maßnahmen die Kinder betreffend und ignorieren meine (alleinerziehende) Vaterschaft gänzlich gemäß § 9 SGB VIII.

Auch im Hilfeplan L…s ist dies z. B. gut ersichtlich, in dem meine Gesundheitssorge, mein Erziehungsrecht und die Tatsache, daß im Umgangsbeschluss keine Kontaktaufnahme ausgeschlossen wurde, ignoriert werden. Willkür und eigene Annahmen spielen eine größere Rolle als Tatsachen und das Wohl der Kinder. Ein Angebot Frau Ruckdeschels an meine Mutter ist, anders als hier behauptet, keines erfolgt.

Damit übt das Jugendamt seine Pflichten den Kindern und ihrer Familie gegenüber bereits deshalb fehlerhaft aus, weil alle Maßnahmen und Verfahrensangelegenheiten unter Ausschluß meiner Person verfolgt werden. Hierdurch verletzt es massiv mein Grundrecht gemäß Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 GG.

Das Jugendamt inkl. Ergänzungspflegerin haben das Gleichbehandlungsgebot zu beachten und nicht die Kindesmutter ohne angemessenen, rechtfertigenden Grund zu bevorteilen. Es darf ein mögliches Ermessen nicht planlos, voreingenommen oder willkürlich ausüben.

Eine anhaltende unangemessene Einschränkung der Freiheitsrechte der vier Kinder würde zudem die weitere Zerstörung der familiären Bindungen begünstigen. Dies zu fördern, nur um die Mutmaßungen und nicht bewiesenen Theorien des Jugendamtes, bzw. der Ergänzungspflegerin nach ihren persönlichen Maßstäben und Deutungen durchzusetzen, stellt einen schwerwiegenden psychischen Mißbrauch der Kinder dar.

Die Forderungen Frau Grüners und Frau Wilkes wären ein weiterer Schritt in Richtung Entfremdung innerhalb der Familie. Dies ist eine Zuwiderhandlung gegen § 1684 Abs. 1 und 2 BGB (Umgang des Kindes mit den Eltern) und meinem Elternrecht nach Art. 6 GG.

Ich beantrage, den Antrag des Ergänzungspflegers abzulehnen, zusätzlich deutlichzumachen, daß das Gericht Handlungen oder Unterlassungen gegen seine Beschlüsse ahnden wird. Es wird hiermit beantragt, Zwangsmittel in Form von Ordnungsgeld und Haft anzuordnen, da sich Ergänzungspflegerin und Jugendamt bereits in der Vergangenheit willkürlich über Beschlüsse hinwegsetzten und dies fortlaufend tun.

Ich weise noch einmal darauf hin, daß in diesem Verfahren der Termin zur mündlichen Verhandlung binnen eines Monats bis spätestens 09.08.2021 stattgefunden haben muß, da ansonsten dem Beschleunigungsgebot gemäß § 155 Abs. 2 FamFG zuwidergehandelt wird. Zur Vereinfachung beantrage ich, das am 28.07.2021 von mir beantragte Hauptsacheverfahren Sorgerecht am selben Tag zu verhandeln.

Des Weiteren erinnere ich zum wiederholten Mal an meinen Antrag, die Videoaufzeichnungen der Gutachterin vom 18.08.2020 als Beweismittel zuzulassen. In besagten Videos ist eindeutig die liebevolle und altersgerechte Interaktion zwischen mir als Vater und meinen Kindern zu erkennen. Zur ordentlichen Verfahrensführung zählt auch, daß alle relevanten Ermittlungsgegenstände in eine Urteilsfindung mit einbezogen werden, nicht nur diejenigen, die bestimmte Annahmen bestätigen.

Ich beantrage, auch erneut, daß mir eine Kopie der Interaktionsbeobachtungen überlassen wird, darüber hinaus eine solche des Gesprächs der Gutachterin mit mir im Februar 2020 in deren Geschäftsräumen nach § 299 ZPO und § 100 VwGO.

Weiter bitte ich darum, daß meine Anträge, auch wenn ihnen nicht stattgegeben wird, wenigstens beantwortet werden.

Ich schließe mit einem Zitat Nora Glawes aus ihrer Mail an den Kindernotdienst des VSP in Stralsund vom 11.05.2021: „Sollte ein Kind, aus welchen Gründen auch immer, den Umgang mit einem Elternteil nicht wahrnehmen wollen, so ist der Kindeswille und das Kindeswohl zu akzeptieren und umzusetzen.“ Im Umkehrschluß bedeutet die Information nämlich, daß, wenn ein Kind, „aus welchen Gründen auch immer“, Umgang wahrnehmen will, der „Kindeswille und das Kindeswohl zu akzeptieren und umzusetzen“ sind.

Frank T. Sonneborn


 

 Papa Frank 01.08.2021 



Aktenzeichen 43 F 275/21 Antrag Umgang

des Herrn Frank Sonneborn

und der minderjährigen Kinder …

Antragsteller

gegen

Anja Grüner, Fachgebietsleiterin Sozialpädagogischer Dienst, Störtebeker Straße 30, 18528 Bergen auf Rügen, hilfsweise den Landkreis Vorpommern-Rügen, Fachdienst Rügen, Karl-Heydemann-Ring 67, 18437 Stralsund

Antragsgegnerin

Ich beantrage

1. täglichen Umgang in Absprache mit der Kindesmutter mit meinen beiden jüngeren Kindern bis 19 Uhr, mit T… bis 20 Uhr und L… bis 22 Uhr.
2. Beteiligung an allen Gesprächen mit Behörden und deren Beaufragten, wenn dies von den Kindern gewünscht wird,
3. spätestens 48 Stunden vor einer die Kinder betreffenden Veränderung, Maßnahme oder vor einem Gespräch per Mail an die Adresse unterwegsseiende@web.de informiert zu werden,
4. bei Zuwiderhandlung die Herausgabe der Kinder unter Zuhilfenahme der Polizei durchsetzen zu können,
5. daß gegen denjenigen, der den Umgang vereitelt oder nach eigenem Gutdünken verändert, ein Ordnungsgeld bis zu 25.000,- Euro angeordnet wird, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten,
6. die sofortige Wirksamkeit des Beschlusses und
7. die Kosten der Staatskasse aufzuerlegen sind.

Begründung:

Wie bereits zuvor in meinem Antrag vom heutigen Tage auf Zurückweisung des Antrags der Fachgebietsleiterin Jugend, Anja Grüner, ausgeführt, ist das Kindeswohl diejenige Größe, an der sich alle Handlungen und Unterlassungen orientieren müssen.

Ich beziehe mich auf meine Argumentation in diesem Antrag. Der Kindeswille aller vier Kinder ist eindeutig, das Kindeswohl durch mich nicht gefährdet; zu keiner Zeit konnte ein entsprechender Beleg von den Verfahrensbeteiligten beigebracht werden, reine Behauptungen reichen nicht aus, die Rechte meiner Kinder und meine in hier vorliegender Weise und hier vorliegendem Umfang zu beschneiden (siehe § 1684 Abs. 2 BGB).

Frank T. Sonneborn